Das große GBF-Jubiläum

Manche Orte stehen für Zahlen. Andere für Geschichten. Schloss Montabaur steht für beides. Ende Juni wurde es dort laut, fröhlich, nachdenklich und manchmal auch ein bisschen sentimental. Denn an diesem Tag feierten Menschen aus der ganzen Genossenschaftlichen FinanzGruppe das Jubiläum des 500. Genossenschaftlichen Bank-Führungsseminars (GBF). Direkt im Anschluss ging es nahtlos weiter mit dem ADG Alumni Sommerfest.
Moderatorin Janine Utsch führte durch ein Programm, das eindrucksvoll zeigte, was das GBF für viele bedeutet: weit mehr als Zahlen, Module oder Prüfungen.
Bei der offiziellen Eröffnung betonten auch die Gastgeber Günter Althaus, Präsident ADG Alumni und Peter Rausch, Vorstand ADG, die besondere Bedeutung des GBF – nicht als Abschluss, sondern als Anfang – für Vertrauen, Gemeinschaft, Heimat und lebenslange Verbindung über Generationen hinweg.
Daniela Schmitt, Wirtschaftsministerin von Rheinland-Pfalz und Schirmherrin der Veranstaltung, würdigte das GBF und den Standort Schloss Montabaur: „Die Bankführungsseminare der ADG genießen seit vielen Jahren einen hervorragenden Ruf. Ich bin stolz, dass solch hochwertige Qualifizierung in Rheinland-Pfalz stattfindet.“
In der Talkrunde „GBF früher und heute“ trafen verschiedene Generationen von GBF-Absolventen aufeinander:
Henry Koch, Vorstand Volksbank Heuchelheim
Ich dachte erst: Vielleicht wird das eine Ellenbogen-Gruppe. Und dann war es das Gegenteil. Als unser Vorstand plötzlich verstorben ist, war ich wie ferngesteuert. Dann hat eine Kollegin eine Rede gehalten: Du bist jetzt nicht allein. Wenn es Themen gibt, stecken wir die Köpfe zusammen. Das werde ich mein Leben lang nicht vergessen. Das ist es, was eine Gruppe wirklich ausmacht.
Passend zu den Ausführungen der GBF-Absolventen übernahmen die Geschäftsführer des Vereins, Joachim Kehr und Malte Ringsdorf, das Wort auf der Bühne. Heimat entsteht dort, wo Menschen zur Gemeinschaft werden. Es wurde deutlich, dass der ADG Alumni e.V. genau dafür steht. Die beiden präsentierten erstmals die neue Vision des Vereins:
„Wir sind die Heimat der ADG Alumni – verbunden durch Schloss Montabaur. Unser Netzwerk schafft Verbindungen, teilt Wissen und gestaltet Zukunft.“
Mit diesem klaren Selbstverständnis will der ADG Alumni e.V. künftig noch präsenter auftreten und den Mehrwert für Alumni, persönliche und institutionelle Mitglieder sowie die gesamte Genossenschaftliche FinanzGruppe sichtbar machen.
Einen besonderen Akzent setzte Dr. Nico Rose, führender Experte für Positive Psychologie, mit seiner Keynote „Vom Wert der Werte – Wie Führung Sinn stiftet.“
Er sprach darüber, warum Unternehmen mehr brauchen als Strategien und Zahlen. Dass es am Ende um Sinn geht, Vertrauen und die Fähigkeit, Menschen mitzunehmen. Themen, die viele im Saal sichtbar berührten.
Anschließend diskutierten ausgewählte GBF-Präsidenten:
Gemeinsam sprachen sie darüber, wie Führung heute zwischen steigenden Anforderungen und persönlicher Haltung funktioniert.
Das GBF hat sich seit 1980 immer wieder verändert – und doch ist sein Kern derselbe geblieben: Menschen für verantwortliche Positionen in Banken fortzubilden.
Peter Rausch brachte es auf den Punkt: „Das GBF ist immer jung geblieben, weil es sich immer wieder angepasst hat.“
Ob Digitalisierung, neue Regulatorik oder moderne Führungsansätze – das Curriculum wächst stetig mit den Herausforderungen der Branche. Und genau das macht das GBF auch nach 500 Durchgängen noch zu einem Programm, das für viele nicht nur Karrierewege, sondern ganze Lebenswege prägt.
Auch die Perspektive der jungen Führungskräfte kam zu Wort. Vera Gogel und Uschi Hagist, beide Teilnehmerinnen des aktuellen 500. GBF, teilten ihre Eindrücke.
Uschi Hagist:
Wir hätten beide nicht damit gerechnet, dass die Zeit im GBF so intensiv wird.
„Wir als junge Führungskräfte stehen oft im Spannungsfeld zwischen Selbstführung und einfach nur einer guten Stimmung im Team. Das GBF gibt viele Impulse – und der Austausch ist unglaublich wertvoll”, ergänzte Vera Gogel.
Uschi Hagist fügte hinzu: „Moderne Führung bedeutet für mich, authentisch zu sein, Werte vorzuleben und einen vertrauensvollen Rahmen zu schaffen. Da hilft das GBF, weil wir direkt Feedback voneinander bekommen. Wir können einzeln, aber auch als berGruppe wachsen.“
Vera Gogel brachte es schließlich auf den Punkt: „Die früheren Absolventen hatten recht: Das GBF ist ein Format, an dem wir an uns selbst wachsen – als Menschen und als Führungskräfte.“
Zum Abschluss der Veranstaltung betonte Günter Althaus: „ADG Alumni steht für lebenslange Verbundenheit. Mit dem Jubiläum wollen wir zeigen, wie wichtig es ist, Verbindungen zu schaffen und zu pflegen – gerade in Zeiten des Wandels. Wir wollen ein Ort sein, an dem Alumni ihre Erfahrungen teilen, sich gegenseitig inspirieren und die Zukunft gemeinsam gestalten.“
Nach all den Geschichten, Erinnerungen und Impulsen ging es hinüber in den Schlossinnenhof.
Das ADG Alumni Sommerfest begann, wie das GBF für viele endete: mit Musik, Lachen und Gesprächen, die bis in die Nacht reichten. DJ Thorsten Neuhaus und Marius Trapp am Saxophon sorgten für Musik, die Erinnerungen weckte – und neue entstehen ließ.
Zwischendrin eine besondere Challenge: Wer bringt die meisten Alumni zurück zum Schloss? Die Gewinner: das 23. GBF und das 397. Sie kamen mit jeweils sieben Teilnehmern.
Schloss Montabaur hat an diesem Abend einmal mehr gezeigt: Hier entstehen Geschichten, die bleiben. Und Gemeinschaften, die weiter wachsen.
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