Nah an den Menschen: Christian Zollner

Christian Zollner steht vor Vorständen und erklärt eine Idee. Seine Projektarbeit aus dem 500. GBF fließt in Gespräche, Entscheidungen und neue Ansätze ein. Wer ihm zuhört, merkt schnell: Hier geht es um Substanz. Um echten Mehrwert.
Es ist einer dieser Momente, in denen sich entscheidet, ob eine Idee trägt. Christian Zollner präsentiert seine Projektarbeit vor Entscheidungsträgern, ordnet ein, beantwortet Rückfragen, bleibt klar in der Argumentation. Wenige Wochen später folgen weitere Gespräche, Anpassungen, erste Anwendungen in den Instituten. Die Arbeit verlässt den Seminarrahmen. Sie wird Teil des Alltags.
Für Christian ist das kein Zufall, sondern Ergebnis eines Jahres, in dem vieles zusammenkam: intensive fachliche Auseinandersetzung, der Austausch im 500. GBF, der Anspruch, Dinge nicht nur zu durchdringen, sondern sie so zu denken, dass sie anschlussfähig bleiben. Dass er am Ende als bester Absolvent seines GBF-Durchlaufs ausgezeichnet wurde und wenig später für seine Projektarbeit im Rahmen des GBF den ADG Alumni Award erhielt, markiert eher einen Meilenstein als einen Schlusspunkt. Entscheidend ist, was daraus passiert: Die Idee findet Anwendung – und verändert Arbeitsweisen.
Der Einstieg in die genossenschaftliche FinanzGruppe war für Christian Zollner früh klar. Nach dem Abitur beginnt er seine Bankausbildung in einer Genossenschaftsbank in seiner Heimat. Der genossenschaftliche Gedanke begleitete ihn allerdings von Kind an. „Mein Vater hat das GBF vor 30 Jahren gemacht – ich habe ihn an der Wall of Fame bei der ADG gefunden“, berichtet Christian über die Parallele.
Schon während der Ausbildung beginnt er berufsbegleitend zu studieren. Es folgen verschiedene Stationen in der Bank, später die Tätigkeit als Vorstandsassistent. Mit dem Wechsel zum Genossenschaftsverband Bayern ergibt sich für Christian der nächste logische Karriereschritt. Heute, acht Jahre später, leitet er dort das Datenmanagement.
Rückblickend wirkt dieser Weg wenig sprunghaft. Eher konsequent. Immer verbunden mit der Frage, wie sich fachliche Tiefe und praktische Relevanz zusammenbringen lassen. „Dass ich heute echte Mehrwerte liefern kann, macht mir richtig Freude“, so der GBF-Beste. „Es hat nicht mehr nur Arbeitscharakter, sondern ist für mich echte Bestimmung.“
In seiner heutigen Rolle beschäftigt sich Christian Zollner mit komplexen Fragestellungen rund um Steuerung, Analyse und Weiterentwicklung. Im Datenmanagement geht es ihm darum, Entscheidungsgrundlagen zu schaffen, die im Alltag Bestand haben.
Seine Projektarbeit greift genau diesen Gedanken auf: ein quantitatives Ratingsystem zur ganzheitlichen Bewertung von Genossenschaftsbanken aus Sicht eines Prüfungsverbands. Ziel ist es, Entwicklungen vergleichbar zu machen, ohne den individuellen Kontext eines Instituts auszublenden. Es geht um Stabilität und Zukunftsfähigkeit von Banken – und darum, diese fundiert einordnen zu können.
Dass das Ergebnis nicht in der Schublade verschwand, sondern direkt in Gesprächen mit Vorständen, auf Veranstaltungen und in der Weiterentwicklung von Beratungsansätzen aufgegriffen wurde, beschreibt Christian als besonders wertvoll. Die intensive Auseinandersetzung und der hohe zeitliche Einsatz haben sich gelohnt.
Wie Christian arbeitet, zeigt sich auch im Alltag. Sein Team im Datenmanagement ist über mehrere Regionen verteilt, Präsenz gibt es nur punktuell. Umso wichtiger ist ihm der regelmäßige Austausch. Jeden Morgen trifft sich das Team zu einem kurzen Daily – mit eingeschalteter Kamera und meist einer Tasse Kaffee in der Hand. Berufliche Updates haben hier ebenso Platz wie Persönliches.
Es geht nicht um Kontrolle, sondern um Verbindung. Darum, ein Gefühl für das Miteinander zu behalten, auch wenn man sich nicht täglich vor Ort sieht. Diese Form der Zusammenarbeit wird im Team gut angenommen.
Seit gut eineinhalb Jahren führt Christian Zollner das Team. Ihm ist wichtig, Ziele klar zu formulieren und Verantwortung zu übertragen. Entwicklung versteht er als gemeinsamen Prozess. So bringt er das Team als Ganzes nach vorne und versteht es als Einheit.
Das 500. GBF beschreibt Christian als „keinen Spaziergang“. Fordernd war es, sich berufsbegleitend auf dieses Programm einzulassen. Und dennoch „mein berufliches Highlight im vergangenen Jahr“, so der Alumni Award-Gewinner. „Ich fand es faszinierend, dass fremde Menschen, die einfach zusammengewürfelt werden, in einem Jahr so zusammenwachsen können. Dass man den Zusammenhalt so spürt. Dass aus Fremden Freunde werden.“ Viele und große Emotionen kamen in dem Jahr hoch. Man habe sich gegenseitig gepusht und zu Höchstleistungen gefordert.
Einen wichtigen Ausgleich findet Christian außerhalb der Arbeit. Seit 2008 ist er Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, engagiert sich regelmäßig in Übungen und Einsätzen. Verantwortung, Verlässlichkeit, Zusammenhalt – vieles von dem, was ihn beruflich prägt, spielt auch hier eine Rolle.
Hinzu kommt die Natur. Laufen, Mountainbike, der Bayerische Wald direkt vor der Haustür. Zeit mit der Familie und Freunden. Momente, die den Kopf frei machen und den Blick schärfen.
Vielleicht erklärt das, warum Christian so wirkt, wie er wirkt: konzentriert, präsent, klar. Jemand, der sich hinstellt, wenn es darauf ankommt – und dessen Arbeit Spuren hinterlässt.
Das GBF – das Genossenschaftliche Bank-Führungsseminar – gehört seit über 40 Jahren zu den bekanntesten Führungsprogrammen der Branche. Mehr als 8.600 Absolventinnen und Absolventen steuern heute Teams, Bereiche oder ganze Banken.
Was macht das GBF besonders?
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