Leadership Essentials – Kultur durch Führung gestalten

Kultur ist kein Poster im Flur

Leadership Essentials

Drei Tage auf dem Schloss und eine zentrale Frage: Wie entsteht eigentlich Unternehmenskultur, wenn man sie nicht dem Zufall überlässt? Im zweiten Modul der Leadership Essentials ging es um „Mechanik“. Um das, was eine Organisation im Inneren zusammenhält und antreibt. Tobias Kleger und Noemi Becker vom Culture Institute brachten Werkzeuge mit, die unbequem nah an der eigenen Praxis ansetzen.

Kultur ist eines dieser Wörter, die jeder benutzt und kaum jemand greifbar macht. Man spürt sie, wenn sie fehlt. Man beschwört sie in Hochglanzbroschüren. Und man scheitert oft genug daran, sie wirklich zu gestalten. Genau hier setzte das Modul Kultur durch Führung gestalten der Leadership Essentials an: drei Tage auf dem Campus Schloss Montabaur, in denen Führungskräfte lernten, Kultur zu bauen, mit System.

Kultur durch Führung gestalten: Vom Bauchgefühl zur Methode

Den Auftakt machte eine ungewohnte Übung: Organisationen als Organismus zu denken. Es ging um Muster, die sich selbst verstärken und um die Frage, welche dieser Muster eine Organisation eigentlich trägt. Mit dem Business Culture Design Process und einer Culture Map bekamen die Teilnehmenden ein Werkzeug, mit dem sich die eigene Unternehmenskultur analysieren lässt: Welche Kontextfaktoren wirken von innen, welche von außen? Und an welcher Stelle der vielzitierten S-Kurve steht das eigene Unternehmen gerade? Inspiration lieferten dabei auch die Culture Cards, mit Impulsen aus Organisationen weltweit, die zeigten: Niemand muss das Rad neu erfinden. Es reicht, gute Ideen zu erkennen und für den eigenen Kontext zu adaptieren.

Kultur lässt sich nicht verordnen. Man kann lernen, sie zu gestalten. Genau darum ging es im zweiten Modul von Leadership Essentials.
Kultur lässt sich nicht verordnen. Man kann lernen, sie zu gestalten. Genau darum ging es im zweiten Modul von Leadership Essentials.

GEsunde Performance als Führungsaufgabe

Am zweiten Tag stand ein Spannungsfeld im Zentrum, das derzeit viele Organisationen beschäftigt: wie Leistung, Eigenverantwortung und Gesundheit zusammenwirken, ohne sich gegenseitig auszubremsen. Die Gruppe entwickelte ein Zielbild für die eigene Unternehmenskultur und übersetzte es in konkrete Führungsimpulse. Auch Konflikte im Unternehmen und die Eigenverantwortung kamen zur Sprache. Am Ende des Tages stand die Planung für ein eigenes Hacking Event: ein erster Testlauf für Kulturarbeit, die nicht auf dem Papier bleibt.

Vom Zielbild zum Transfer

Der letzte Tag gehörte dem konkreten Transfer. Mit der Methode My Colors setzten sich die Teilnehmenden mit dem eigenen Führungsverhalten auseinander und mit der Frage, wie Feedback eigentlich ankommt, wenn man auf der Empfängerseite steht. Im Zentrum waren zwei Ebenen zugleich: die eigene Führungsrolle im Team und die Wirkung als Führungskraft im gesamten Unternehmen. Am Ende stand ein konkreter Kulturentwicklungsplan, mit Maßnahmen, wie sich die Ist-Kultur gezielt in Richtung des eigenen Zielbilds weiterentwickeln lässt. Kein Poster für den Flur, sondern ein Fahrplan für die eigene Organisation.

Drei Tage, die zeigen: Kultur lässt sich nicht verordnen. Man kann lernen, sie zu gestalten.

Leadership Essentials

Es geht weiter:

Modul 3 – Organisationen gestalten, Selbstverantwortung fördern
17. bis 19. August 2026, Schloss Montabaur
Wie gestaltest du Strukturen und Zusammenarbeit so, dass sie auch unter Druck funktionieren? Mit Tanja Gröber, Persona la grata GmbH.

Modul 4 – Strategische Navigation
28. bis 30. September 2026, Schloss Montabaur
Orientierung geben, auch ohne viel Planungszeit: Mit Martin Strobel, Leadership Consulting Group.