Bester Absolvent des 498. GBF: Stefan Kapusta

Zusammenbringen, was zusammengehört

Stefan Kapusta

Stefan Kapusta, Bereichsleiter Produktion bei der Sparda-Bank Augsburg, führt ein Team von 50 Mitarbeitenden – und bleibt auch dann fokussiert, wenn es um ihn herum hektisch wird. Beim 498. GBF wurde er als bester Teilnehmer ausgezeichnet. In Veränderungsprozessen sucht er lieber nach Lösungen als nach Problemen und schafft Klarheit mit Ruhe und Überblick. 

Als bei der Abschlussfeier des 498. GBF sein Name als letzter aufgerufen wird, alle aufstehen und es Standing Ovations gibt, passiert etwas in Stefan Kapusta. In Sekunden ziehen die letzten neun Monate an ihm vorbei: intensive Diskussionen, lange Abende, besondere, auch tragische Momente, die das Miteinander geprägt haben. Jeder in der Gruppe hat seinen Platz gefunden. Man vertraut sich. Man unterstützt sich. 

Diese besondere Zeit musste Stefan erst einmal sacken lassen. Beim Wandern, den Kopf ausschalten, in der Region, in der er sich zuhause fühlt. Doch lange hält es ihn nicht fern vom Schreibtisch. Im GBF ist eine Liste entstanden – voller Themen, die er in der Bank vorantreiben will. Wenige Wochen später hat er schon die ersten Punkte abgehakt. Denn Stefan ist keiner, der Dinge lange vor sich herschiebt. 

Vom Azubi zum Prokuristen – mit Haltung und Weitblick 

Stefan kennt die Sparda-Bank Augsburg seit seiner Ausbildung. Und sie kennt ihn. Heute ist er Bereichsleiter Produktion, Prokurist und verantwortlich für rund 50 Mitarbeitende. Dass er beim 498. GBF als Bester ausgezeichnet wurde, überrascht niemanden, der mit ihm gearbeitet hat. Er verbindet Überblick mit Tiefe, hört genau hin und versteht Führung nicht als Status, sondern als Verantwortung. 

Was ihn ausmacht? Ein analytischer Blick, eine verbindende Haltung, ein klarer Kompass. „Man muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein – aber auch die Grundlagen dafür schaffen.“ Das beschreibt seinen Karriereweg ebenso wie seine Denkweise. Er ist bereit, wenn es darauf ankommt. 

Führung mit klaren Leitplanken 

Seit über zehn Jahren trägt Stefan Führungsverantwortung – und ist in dieser Rolle stetig gewachsen. Besonders der Übergang von der Fach- in die Führungsverantwortung hat ihn geprägt. „Ich hatte früher den Anspruch, dass am Ende genau das rauskommt, was ich im Kopf hatte. Das musste ich lernen loszulassen.“ 

Heute führt er mit klaren Leitplanken, aber lässt Freiraum dazwischen. Für Ideen. Für neue Perspektiven. Für Ergebnisse, die vielleicht anders aussehen als gedacht – und trotzdem gut sind. „Führung heißt für mich, Richtung zu geben, ohne zu eng zu werden.“ 

Führung in bewegten Zeiten 

Mit neuen Freiräumen – und den Herausforderungen, die daraus entstehen – sieht sich Stefan auch beim Thema mobiles Arbeiten konfrontiert. Fünfzig zu fünfzig ist die Aufteilung zwischen Büropräsenz und Homeoffice in seinem Team. Umso wichtiger ist ihm, selbst regelmäßig vor Ort zu sein. Denn was in der Abwesenheit verloren geht, sind die Ganggespräche – für ihn oft wertvoller als jedes Teammeeting. „Hier bekommst du die Zwischentöne mit, das, was die Mitarbeitenden wirklich beschäftigt.“ 

Auch die Erwartungen an Arbeit verändern sich. Gerade bei jüngeren Kollegen erlebt er, dass Freizeit heute oft einen höheren Stellenwert hat als Überstunden. Für ihn heißt das: Arbeitslast, Erwartungen und Flexibilität immer wieder neu austarieren – und dabei das Wir-Gefühl im Team nicht verlieren. 

Ruhe, wenn’s komplex wird 

Gerade in Projekten wie zuletzt einer IT-Migration zeigt sich, was viele an ihm schätzen: Je hektischer es wird, desto gelassener bleibt er. „Mit Panik ist noch nie ein Problem gelöst worden.“ Stefan analysiert, sortiert – und trifft dann Entscheidungen, hinter denen er steht. 

In Veränderungsprozessen versteht er sich nicht nur als denjenigen, der die Richtung vorgibt, sondern auch als Übersetzer. Zwischen System und Mensch. Zwischen Strategie und Alltag. „Wo Probleme sind, muss es auch Lösungen geben.“ Einfach gesagt – bei ihm gelebte Haltung. Es gibt ihm ein gutes Gefühl, Menschen die Unsicherheiten zu nehmen, die Veränderungen oft mit sich bringen. 

Blick für das Ganze – und für das Machbare 


Digitalisierung, KI, Prozessoptimierung – Themen, bei denen andere lieber auf Abstand gehen, wecken bei Stefan Neugier. Für ihn steckt darin etwas Handwerkliches. Ergebnisse, die sichtbar und spürbar sind. 

Seine Vision: Kunden sollen künftig deutlich individuellere Produkte auswählen können, während im Hintergrund alles reibungslos automatisiert abläuft. Vor Augen hat er dabei ein klares Bild: „Ich stelle mir das vor wie bei einem Nike-Schuh. Der Kunde kann die Farbe wählen, Muster setzen oder weglassen – und trotzdem läuft der Schuh in der Produktionsstraße im Hintergrund wie jeder andere automatisiert mit.“ 

Dieses Bild fasst gut zusammen, was ihn antreibt: Systeme, Abläufe und Perspektiven so zu verbinden, dass daraus Lösungen entstehen, die nicht nur technisch funktionieren, sondern den Kunden in den Mittelpunkt stellen. 

Vertrauen, das nicht auf Zufall beruht 

Auch wenn Stefan nicht jeden Schritt minutiös plant – seine Karriere ist alles andere als ein Zufallsprodukt. Geradlinig, getragen von Haltung und einem wachen Blick für Chancen, die sich unterwegs ergeben. „Man kann das Ziel im Blick haben und trotzdem offen bleiben, wie man dorthin kommt. Mir ist nur wichtig, die Möglichkeiten selbst in der Hand zu haben.“ 

Privat wünscht er sich für die kommenden Jahre vor allem ein stabiles Fundament. Beruflich? „Ich würde mich freuen, wenn ich den nächsten Schritt gegangen bin.“ Wer Stefan kennt, weiß: Wenn der Moment passt, wird er ihn erkennen – und nutzen. 

GBF: Dein Sprungbrett für die nächste Karrierestufe

Das GBF – das Genossenschaftliche Bank-Führungsseminar – gehört seit über 40 Jahren zu den bekanntesten Führungsprogrammen der Branche. Mehr als 8.600 Absolventinnen und Absolventen steuern heute Teams, Bereiche oder ganze Banken.

Was macht das GBF besonders?

  • Jede Gruppe wird von einem Mentor begleitet – meist ein aktiver Vorstand, der Einblicke aus der Praxis gibt.
  • Lernbegleitung unterstützt dich dabei, auch unter hoher Belastung am Ball zu bleiben. Mit Trainings, Coaching und dem Austausch mit ehemaligen Teilnehmenden.
  • Das Leadership Style Assessment (LSA) hilft dir dabei, dein eigenes Handeln im Führungsalltag zu reflektieren.