Zweimal Jahrgangsbeste

Annika Will-Fuchs, Firmenkundenberaterin bei der Raiffeisenbank im Grabfeld eG, zeigt eindrucksvoll, dass eine Weiterbildung mit 40 ein echter Gewinn sein kann. Warum sie sich für das BankColleg³ entschied – und wie sie dabei über sich hinauswuchs.
Annika Will-Fuchs macht kein großes Aufheben um das, was sie erreicht hat. Doch wenn sie davon erzählt, wie sie ihrem Vorstand Hendrik Freund überraschend das Zeugnis zum Bankbetriebswirt präsentierte, leuchten ihre Augen. „Er wusste gar nicht, dass ich das gemacht habe“, sagt sie und lacht – ein Lachen voller Stolz.
Dass sie diese Herausforderung allein aus innerem Antrieb gemeistert hat, bedeutet ihr viel: „Ich wollte einfach wissen: Kann ich das noch? Nicht, weil mich jemand geschickt hat, sondern nur für mich.“
Seit mehr als 20 Jahren gehört Annika Will-Fuchs zum Team der Raiffeisenbank im Grabfeld eG. Die Menschen dort sind für sie längst mehr als Kollegen geworden. „Wir sind ein innovatives und modernes Haus mit einem Team, auf das man sich verlassen kann und einer starken Unternehmenskultur“, erzählt sie. „Früher hätte man vielleicht familiär gesagt – ich nenne es heute ein Miteinander auf Augenhöhe.“
Die Entscheidung, eine Weiterbildung mit 40 zu starten, entstand ganz aus innerer Überzeugung: „Ich wollte mich weiterentwickeln, weil ich gespürt habe: Da ist noch mehr drin für mich.“
Zuerst absolvierte sie den Bankbetriebswirt gewissermaßen heimlich – nur ihr Mann wusste davon. Neben Beruf und Familie, ganz ohne Unterstützung von außen. Beim anschließenden Abschluss zur diplomierten Bankbetriebswirtin, den sie im BankColleg³ erwarb, ging sie ebenso beharrlich vor – diesmal zwar offiziell, aber weiterhin eigenständig. Nur sie und ihr Wille.
„Ich habe fast jeden Tag gelernt, meist zwei Stunden nach der Arbeit, manchmal auch fünf Stunden am Wochenende“, blickt sie zurück. „Es war anstrengend, aber ich habe es geliebt.“
Dass sie schließlich zweimal Jahrgangsbeste wurde, überraschte Annika selbst: „Klar, ich bin ehrgeizig – aber es ging mir nie darum, die Beste zu sein.“
Nur fünf Kilometer liegen zwischen ihrem Zuhause und der Bank. Ihre Kunden trifft sie beim Einkaufen oder hinter dem Gartenzaun. „Man wird gesehen und gebraucht – und ich mag das sehr. Oft merke ich, dass ich auch außerhalb der Arbeitszeit ein offenes Ohr habe“, sagt sie schmunzelnd.
Neben ihrer engen Verbindung zur Bank ist Annika bereit für Neues. Inzwischen gehört sie dem High Potential Circle von BVR und ADG an. „Ich habe ein klares Signal gesendet. Ich möchte mich weiterentwickeln, gestalten und neue Perspektiven entdecken.“
Auch innerhalb der Bank hat sie bereits erste Gespräche über nächste Schritte geführt. Ihre Richtung ist klar: Sie möchte Verantwortung übernehmen, Neues wagen – mit der gleichen Ruhe und Gelassenheit, die sie bisher erfolgreich gemacht hat.
Annika beobachtet viele junge Menschen, die schnell Karriere machen wollen. „Ob das immer der beste Weg ist? Ich weiß es nicht. Ich habe meinen eigenen Weg eingeschlagen – in meinem Tempo, auf meine Weise. Und ich bin sehr glücklich damit.“
Ihre Geschichte ist zugleich eine Botschaft an andere, die vielleicht zögern: „Viele denken, es sei zu spät oder zu schwer. Aber das stimmt nicht. Das Alter spielt keine Rolle, wenn man wirklich für etwas brennt.“
Das BankColleg³ der ADG bietet Bankmitarbeitenden eine umfassende Weiterqualifizierung in zentralen Managementbereichen. Absolventen erwerben den Abschluss “diplomierte/r Bankbetriebswirt/in (ADG)”, der als theoretischer Teil der fachlichen Eignung für Geschäftsleiter gemäß §25c Abs. 1 KWG anerkannt wird. Die Weiterbildung findet berufsbegleitend statt und kombiniert praxisnahes Lernen mit intensivem fachlichem Austausch und gezielter Netzwerkbildung.